1.8.2026 »Generation Deutschland«-Aufmarsch in Schwerin

Für den 1. August 2026 rief die AfD-Jugendorganisation »Generation Deutschland« (GD) zum »Tag der deutschen Jugend« nach Schwerin auf. Trotz bundesweiter Mobilisierung beteiligten sich lediglich rund 450 Teilnehmende, darunter viele Ältere aus der Parteistruktur sowie Mitglieder der neofaschistischen »Identitären Bewegung« (IB), Aktivisten der extrem rechten Parteijugend »Junge Nationalisten« (JN) und Anhänger der Vorfeldorganisation »Patriotische Bewegung« (PB). Der Aufmarsch zog bezugnehmend auf die Landtagswahlen im September mit Parolen wie »Hier regiert die AfD« durch die Straßen. Der Gesamteindruck erinnerte an einen Neonazi-Aufmarsch, der geprägt war von klassisch neonazistischen Parolen wie »Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen« und dem IB-Slogan »Heimat, Freiheit, Tradition, Multikulti Endstation«. Auf einem GD-Transparent wurde »Millionenfache Remigration« gefordert - ein Bekenntnis zum menschenverachtenden und verfassungswidrigen Kampfbegriff der extremen Rechten. Als Redner traten der GD-Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm, die Landesvorsitzenden der AfD Mecklenburg-Vorpommern Leif-Erik Holm und Enrico Schult sowie Alexander Tschich (GD Mecklenburg-Vorpommern) und Micha Fehre (GD Niedersachsen) auf. Moderiert wurde die Veranstaltung von Wendelin Nepomuk Fessl (GD Mecklenburg-Vorpommern).

Der vielfältige Gegenprotest störte die Machtdemonstration und Selbstinszenierung des neofaschistischen Aufzugs. Rund 800 Menschen protestierten lautstark entlang der Strecke. Eine erfolgreiche Sitzblockade führte zur Änderung des Streckenverlaufs.