11.7.2026 Begräbnis von Herwig Nachtmann in Innsbruck

Am 11. Juli fand am Innsbrucker Westfriedhof das Begräbnis des deutschnationalen Burschenschafters, BAS-Aktivisten und ehemaligen Aula-Geschäftsführers Herwig Nachtmann statt. Nachtmann war am 18. Juni 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben.

Am Begräbnis nahmen zahlreiche Burschenschaften teil, darunter Korporierte der Brixia, der pennalen Burschenschaft Anton Wallner in Saalfelden, der Wiener Teutonia, Libertas und der Oberösterreicher Germanen. Ebenso anwesend waren Mitglieder der rechtsextremen Südtiroler „Jungen Aktion“, die als IB-nah gilt.

Nachtmann galt als bedeutende Figur des österreichischen Rechtsextremismus post 1945. Als Student der Universität Innsbruck trat er der akademischen Burschenschaft Brixia bei, später fungierte Nachtmann als alter Herr mehrerer deutschnationaler Burschenschaften und Pennälerverbindungen. In den 1960er Jahren war Nachtmann Mitglied des militanten Befreiungsausschuss Südtirol rund um den Neonazi Norbert Burger. Nachtmann wurde wegen seiner Partizipation im Südtirol-Terrorismus in den Grazer Prozessen angeklagt, ebenso in Florenz. Während er in Graz freigesprochen wurde, kam es zu einer Verurteilung durch ein italienisches Gericht in Abwesenheit Nachtmanns.

Ab den 1970er Jahren war Nachtmann dann in Burgers NDP aktiv, 1981 nahm Nachtmann als Funktionär der »Kameradschaft der ehemaligen Südtiroler Freiheitskämpfer« am Begräbnis von Karl Dönitz teil, bewegte sich um Umkreis der rechtsextremen AFP und trat als Funktionär der rechtsextremen »Hermann-Niermann-Stiftung« auf.

Bis 1995 war Nachtmann ferner Geschäftsführer der rechtsextremen Zeitschrift "Aula“: Hier gab er den sog. „Lüftl-Report“ heraus, die ihm eine Anklage und Verurteilung wegen Leugnung der Shoah nach §3h VbtG einbrachte.