14.2.2026 "Volkstanzabend" in Dresden
Am 14. Februar 2026 trafen sich ungefähr 50 Personen zu einem als »Winterball« angekündigten Volkstanzabend in der Gaststätte Historisches Fischhaus Dresden. Die Teilnehmenden setzten sich aus verschiedenen Milieus der völkischen, extrem rechten Szene zusammen: Organisiert wurde das Event von der Reichsbürgerin Marlen Renner, die bereits am 26.11. als Co-Organisatorin eines Vortrags unter dem Titel »Frankfurter Schule - die Umerziehung der Deutschen verstehen« in Chemnitz aufgetreten war. Als Tanzanleiter fungierte Sebastian Kaiser von der Anastasia-Gruppe »Weda Elysia« aus Wienrode, während Mitglieder der extrem rechten Musikgruppe »Volksliedertafel Dresden« ebenfalls teilnahmen. Es dürfte kein Zufall gewesen sein, dass die Veranstaltung am Tag des neonazistischen Dresdner »Trauermarsches« stattfand. So nahmen mit dem NPD-Vorsitzenden Lennart Schwarzbach, einem Mitglied aus einer völkischen Sippe aus Lippstadt und dem Thüringer Neonazi Elias Rössel mindestens drei Personen teil, die sich zuvor an dem Aufmarsch beteiligt hatten. Unter den Teilnehmenden gab es darüber hinaus große Überschneidungen mit ähnlichen Treffen, die unter der Führung des Holocaust-Leugners Nikolai Nerling und des Dresdners Robert Strehle (»Dadon«) stattgefunden hatten. Bemerkenswert war die Teilnahme mehrerer Personen aus der Meißener Stadtgesellschaft, darunter Claudia Raschke, die Ehefrau des ehemaligen Oberbürgermeisters.