1.2.2026 Kundgebung »Generation Deutschland« in Hamburg
Für Sonntag, den 01. Februar, mobilisierte die Jugendorganisation der AfD »Generation Deutschland« (GD) zum Bahnhof Wandsbek-Markt, um den Femizid an der 18-Jährigen Asal zu instrumentalisieren.
Asal wurde Donnerstag zuvor von einem Mann getötet, der sich vor eine einfahrende U-Bahn warf und sie mit sich riss. Da der Täter als Geflüchteter nach Deutschland gekommen war, nutze die AfD die Tat für ihre rassistische Propaganda. Beworben, organisiert und durchgeführt wurde die Kundgebung primär vom Landesverband GD Schleswig-Holstein. Andre Rene Hagen leitete die Versammlung, Reden hielten die Bundesvorstandsmitglieder der GD Kevin Dorow (Schleswig-Holstein) und Julia Gehrckens (Niedersachsen) sowie der extrem rechte Influencer »Heimatecho«. Die etwa 70 Anwesenden gaben sich wenig Mühe, den Schein eines Gedenkens zu wahren. Es wurde gelacht, geplaudert und in den Reden gegen Geflüchtete gehetzt. Nach dem Hagen die Teilnehmenden anwies, Haltung für eine Gedenkminute einzulegen, wurden zügig Blumen und Kerzen niedergelegt und die Nationalhymne gesungen. Nach nicht einmal einer Stunde war die Veranstaltung vorbei. Die Familie von Asal musste ihr Gedenken aufgrund der AfD-Veranstaltung um zweieinhalb Stunden vorverlegen. Etwa 200 Menschen kamen, um gemeinsam Abschied zu nehmen. An einer antifaschistischen Kundgebung in Gedenken an Asal und gegen die rassistische Vereinnahmung durch die AfD beteiligten sich über 50 Personen.