22.3.2025 Neonaziaufmarsch in Berlin
Am Samstag, den 22. März, versuchten Neonazis unter dem Motto „Für Recht und Ordnung – gegen Linksextremismus und politisch motivierte Gewalt“ durch Berlin-Friedrichshain zu ziehen. Aufgrund der Blockaden des Gegenprotests endete die Demo nach vierstündigem Warten nach nur 100 Metern am Bahnhof Ostkreuz. Mobilisiert hatte erneut der ehemalige Aachener AfD-Politiker Ferhat Sentürk. 850 Personen nahmen zur Spitze an der Versammlung teil. Die größtenteils jungen und teils angereisten Neonazis kamen unter anderem aus dem Umfeld der Gruppierungen »Deutsche Jugend Voran«, »Jung und Stark«, »Chemnitz Revolte« und »Gersche Jugend«. Zu Beginn spielte für wenige Minuten Hannes Ostendorf, Sänger der Band »Kategorie C«, danach warteten die Teilnehmenden zunehmend frustriert auf den Start des Aufmarschs, einige verließen die Veranstaltung vorzeitig. Zwischenzeitlich hakte Sentürk sich bei seinen Mitstreitern ein und versuchte unter „Widerstand“-Rufen mit einen Teil der Versammlung die Polizei zurückzudrängen, es blieb jedoch bei einer symbolischen Aktion. Es wurden Parolen wie „Zecken boxen“ und „Lügenpresse“ skandiert und ein abgewandeltes SS-Lied abgespielt. Diverse Teilnehmende kamen aufgrund von Vermummung und dem Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole in polizeilichen Maßnahmen.